Ärger in Elsterland: Biber und die Landesplanung

Finsterwalde/Tröbitz – 07.01.2017

Gut besuchter Neujahrsempfang in Tröbitz

Tröbitz Wenn man die Neujahrsansprachen von Elsterland-Amtsdirektor Andreas Dommaschk und Holger Gantke, Bürgermeister von Tröbitz, auf den Punkt bringt, gibt es zwei große Ärgernisse im Amtsgebiet – die gefräßigen Biber im Tröbitzer Naturschutzgebiet nahe der Bahnlinie Cottbus-Leipzig und den brandenburgischen Landesentwicklungsplan, „in dem klar abgezeichnet wird, wohin wir uns zurückentwickeln müssen“, wie Dommaschk es zugespitzt formuliert hat. Zum sechsten Mal hatten das Amt Elsterland und die Gemeinde Tröbitz zum gemeinsamen Neujahrsempfang in das „Stammhaus“ der Familie Tulowietzki eingeladen.

Ärger in Elsterland: Biber und die Landesplanung
Der Schönborner Bürgermeister Daniel Mende wurde für seine aktive Unterstützung bei der Integration von Flüchtlingen von Amtsdirektor Andreas Dommaschk (l.) geehrt. Rechts: Holger Gantke, Bürgermeister von Tröbitz.
Foto: Heike Lehmann

Mit Rainer Genilke (CDU), Diana Bader (Linke) und Iris Schülzke (BVB/Freie Wähler) hatten sich gleich drei Landtagsabgeordnete eingefunden. Auch Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) gab sich die Ehre. Aus der Sängerstadtregion waren die beiden Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) aus Doberlug-Kirchhain und Werner Busse (CDU) aus Sonnewalde gekommen.

Genilke bekam als verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion sofort als Hausaufgabe, sich des Biberproblems mit drohender Gefahr für die Bahnstrecke anzunehmen. „In dieser Woche wurde die Feuerwehr wieder alarmiert und musste wegen des Bibers ausrücken. Vielleicht liegt bald der erste Baum auf den Schienen“, so Gantke, der seine Enttäuschung über einen Vor-Ort-Besuch der Biberbeauftragten des Landes zum Ausdruck brachte.

Mit Helfersyndrom
Ein Dankeschön für das Engagement bei der Integration der Flüchtlinge richtete Andreas Dommaschk an den Schönborner Bürgermeister Daniel Mende und in Abwesenheit an Wilfried Büchner aus Rückersdorf. Mende bezeichnete sich als „Vorturner, den man manchmal braucht“ und der ein „ausgeprägtes Helfersyndrom in die Wiege gelegt“ bekommen habe. „Inzwischen übernehmen auch andere wichtige Aufgaben“, sagte er.

leh

Quelle: lr-online.de