Körba: beste Lösung wird gesucht

Herzberg – 20. Mai 2017

Die siebenjährige Emma planscht ausgelassen im See. Mutter Steffi Haagen schaut ihr dabei zufrieden zu.
Körba: beste Lösung wird gesucht
Bei der Aufzeichnung des rbb-Teams gestern in Körba am Teich. Foto: sk

„Nicht vorzustellen, dass das Baden vielleicht nicht mehr möglich ist“, sagt sie. Ängste wie diese verbinden viele Menschen in Körba und Umgebung mit der vom Land angeschobenen Ausweisung des Körbaer Teichs und angrenzender Flächen. Auch wenn das Verfahren jetzt erst einmal aufgrund des sich vor Ort massiv aufgetanen Widerstands ausgesetzt ist, will man im Bemühen nicht nachgeben, die beste Lösung für das Erholungsgebiet zu finden, versichert Amtsdirektor Polz am Rande des gestrigen Besuchs eines Teams des rbb-Senders, das vom Körbaer Aufbegehren in der heutigen Abendsendung „Brandenburg aktuell“ ab 19.30 Ohr in einem fünfminütigen Beitrag berichten will.

„Da drüben ist mein Wald. Mit dem kann ich bald nichts mehr anfangen“, schimpft indessen ein älterer Herr. „Die Politik hat Jahre gebracht, um die Ausweisung des Naturschutzgebietes voranzubringen. Aber die Betroffenen vor Ort erhalten nur ganz kurz die Möglichkeit, sich dazu zu äußern“, schiebt Torsten Biet nach. „Dass man sich im Land nun derart mit dem Gebiet beschäftigt, ist doch nur der Initiative hier zu verdanken“, legt die Landtagsabgeordnete Iris Schülzke (BVB/Freie Wähler) den Finger auf den wunden Punkt. „Schauen Sie genau hin, wehren Sie sich gegen den Unsinn von oben!“, fordert sie die Anwesenden auf. „Nehmen Sie Ihr Mitspracherecht wahr!“, appelliert auch der Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD).

Nun kommt es darauf an, schnell alle Argumente und Bedenken zusammenzutragen, um sich auf die bereits zum Monatsende anstehenden Gespräche mit dem Land vorbereiten zu können. Die sind bei Christian Hentrich an der richtigen Stelle (Kontakt per Mail: hentrich.chris@gmx.de).
Sylvia Kunze

Quelle: lr-online.de